Mutterglück dank Eizellspende

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Die fünfzigjährige Felicitas S. hat einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Jahrelang haben sie und ihr Partner auf dieses Kind gewartet, haben Himmel und Erde in Bewegung gesetzt. Die Ärzte gaben ihr keine Hoffnung, denn Felicitas S. konnte keine fruchtbaren Eizellen produzieren. So blieb schließlich nur ein Weg...
(horizonte, 26.06.2009)

In Deutschland ist die Eizellspende per Embryonenschutzgesetz verboten. Im Ausland, etwa in Spanien oder Tschechien, ist dies ein legaler Weg. Die Erfolgsquote, auf diesem Wege schwanger zu werden, liegt bei etwa dreißig Prozent. Immer mehr deutsche Paare gehen diesen Weg des „Befruchtungstourismus“. Für Felicitas S. war es eine erfolgreiche Investition, denn eine Eizellspende kostet nicht zuletzt sehr viel Geld. Ist das aber moralisch noch zu rechtfertigen? Wie ist es für eine Frau, ein fremdes Kind im eigenen Bauch auszutragen? Entsteht auch hier eine feste Mutter-Kind-Beziehung?

Der Film „Ein unmoralisches Angebot?“ von Uta Kolano erzählt die Geschichte von mehreren Paaren, die sich aus unterschiedlichen Motiven für die Eizellspende entschlossen haben. Zu Wort kommen Ärzte, aber auch Moral-Theologen, die Bedenken an diesem „Geschäft mit der Fruchtbarkeit“ üben. Nicht selten müssen Frauen gerade aus den osteuropäischen Ländern ihre Eizellen auf dem Markt verkaufen, um damit Geld für die eigene Familie zu bekommen. Andererseits, was spricht gegen die Eizellspende - Samenspenden sind schon längst salonfähig.

Ist eine Eizellspende also letztlich ein unmoralisches Angebot? Wird der Fortschritt in der Reproduktionsmedizin zunehmend mit solch doppelbödigen Möglichkeiten konfrontieren?